27. Okt2011

Wölfe sind bereit für das Kellerduell

by Guenter

Nach den „Meister-Wochen“ mit den Duellen gegen Rekordchampion Weißenfels und Titelverteidiger Wernigerode erwartet die Floorball-Herren des TV Lilienthal am Sonntag das bislang wichtigste Spiel der Saison – und ein komplettes Kontrastprogramm. Die Wölfe müssen um 16 Uhr bei Schlusslicht Floor Fighters Chemnitz auflaufen, es ist das Kellerduell Letzter gegen Vorletzter. „Diese Spiele entscheiden über den Verlauf einer Saison“, sagt der Lilienthaler Trainer Andreas Blankenstein und kündigt an: „Wir sind bereit.“

In der Partie steht für beide Teams viel auf dem Spiel. Lilienthal hat seit dem Überraschungssieg in Berlin drei Mal in Folge verloren, hinterließ jedoch meistens einen starken Eindruck. Chemnitz steht ebenfalls bei drei Zählern, war jedoch in den letzten Wochen weit von einem weiteren Punktgewinn entfernt. „Sie gehen die Mission Klassenerhalt etwas anders an als wir“, meint Blankenstein: „In der Regel stehen sie tief und warten auf Fehler des Gegners – das wird nach den offensiven Gegnern in den letzten Wochen eine Umstellung für uns.“ Blankenstein erwartet dementsprechend, dass sein Team in Chemnitz das Spiel machen muss. „Man wird sehen, wie wir damit umgehen.“ An der nötigen Motivation mangele es allerdings nicht: „Für uns ist die Bundesliga immer noch ein großes Ding. Ob Chemnitz ein Spiel gegen einen Aufsteiger genau so heiß angeht, wird sich zeigen.“

25. Okt2011

Wölfe zeigen starke Leistung

by Guenter

Auch die bislang beste Saisonleistung reichte den Floorball-Herren des TV Lilienthal am Sonntag nicht zur großen Sensation. Der Bundesliga-Aufsteiger brachte den Deutschen Meister Red Devils Wernigerode in dessen Halle zwar gehörig ins Schwitzen, musste sich am Ende einer rassigen Partie jedoch mit 4:6 (0:1, 1:3, 3:2) geschlagen geben. „Trotzdem haben wir uns hier wirklich sensationell präsentiert“, meinte Wölfe-Trainer Andreas Blankenstein und stellte eine gewagte These auf: „Wäre das Spiel noch zwanzig Minuten länger gewesen – wir hätten hier gewonnen.“

Letztlich gab aber die Wernigeroder Routine den Ausschlag. Vor über 200 Zuschauern in der „Harzer Hölle“ schockte Ramon Ibold Lilienthal zwar nach nicht einmal zwei Minuten mit dem 1:0, danach kam der Aufsteiger aber immer besser ins Spiel, und Wernigerode musste von drei auf zwei Reihen umstellen. Schwächen in Über- und Unterzahlspiel wurden den Wölfen nach einem starken ersten Drittel dann zum Verhängnis. In der 27. Minute passten die Gäste bei eigener Überzahl nicht auf, und Raiko Krüger erhöhte für Wernigerode auf 2:0. Zwei Minuten später vergab Alexander Seitz nach einem Alleingang die große Chance zum Anschlusstreffer für Lilienthal, die Devils schlugen dafür in der 39. Minute eiskalt zu: Als Marc Lubes wegen überhartem Körpereinsatz auf der Strafbank saß, markierte erneut Ibold in Überzahl das 3:0. Die Lilienthaler Antwort folgte nur 29 Sekunden später. Seitz legte einen Freischlag für Lubes auf, und der traf mit einem trockenen Schuss zum 1:3. Die Hausherren legten jedoch wieder nur 32 Sekunden danach durch Markus Skippari das 4:1 nach und sahen da schon wie der sichere Sieger aus.

Zu Beginn des Schlussdrittels schien der Sack dann endgültig zu. Ibold in Überzahl (42.) und Tommy Löwenberg (45.) schraubten das Ergebnis auf 6:1 in die Höhe. Die Wölfe schlugen allerdings noch einmal zurück: Dennis Heike verwertete einen Auswurf vom glänzenden Torhüter Nils Hallerstede in der 49. Minute zum 2:6, und Seitz brachte den TVL fünf Minuten vor Schluss nach Pass von Kapitän Andre Heißenbüttel auf 3:6 heran. In der Schlussoffensive gelang Mark Oli Bothe auf Lubes-Zuspiel aber nur noch das 4:6. „Es war ein Spiel zweier guter Bundesliga-Mannschaften“, resümierte Blankenstein: „Wir waren heute noch nicht reif genug, um zu gewinnen. Aber wenn wir so auftreten, mache ich mir keine Sorgen.“

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>> Zur Video-Zusammenfassung der Tore

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23. Okt2011

Lilienthaler Spieler verhelfen der SG zum zweiten Sieg

by Guenter

Lilienthal. Die SG Seebergen/Lilienthal hat auch ihr zweites Punktspiel in der diesjährigen Floorball-Großfeld-Regionalligasaison gewinnen können. Gegen die ATS Buntentor Knights setzte sich die SG in der heimischen Schoofmoorhalle mit 7:4 (4:1, 0:1, 3:2) durch. Der Grundstein zum zweiten Saisonsieg wurde bereits im ersten Drittel gelegt. Das Team um Mannschaftsführer Carsten Pape ging bereits nach 77 Sekunden durch Tom Heinrich in Führung. In der fünften Spielminute ließ Marco Janssen das 2:0 folgen. Doch Buntentor gelang keine zwei Zeigerumdrehungen danach der vorübergehende 1:2-Anschlusstreffer. Das Geschehen wogte nun hin und her, ehe Lisa Entelmann und Daniel Bruns mit einem Doppelschlag in der 17. und 18. Minute ihr Team vorentscheidend mit 4:1 in Front brachten.

In einem ereignislosen zweiten Drittel verkürzten die Gäste dann zwar auf 2:4, die Gefahr, dass das Spiel kippen könnte bestand aber nie. Nils Andresen, Remo Hubacher und erneut Marco Janssen erzielten schließlich die restlichen Treffer für die SG.

SG Seebergen/Lilienthal: MeyerdierksAndresen (1), Bruns (1), Entelmann (1), Fynn Heinrich, Tom Heinrich (1), Hubacher, (1) Janssen (2), Meyer, Pape, Strauß, Breuckmann

21. Okt2011

Wölfe in der “Harzer Hölle”

by Guenter

Vom Regen in die Traufe: Nachdem die Floorball-Herren des TV Lilienthal am vergangenen Wochenende noch Rekordmeister und Titelfavorit UHC Weißenfels zu Gast hatten (und eine herbe 2:15-Klatsche kassierten), muss der Aufsteiger am Sonntag um 16 Uhr beim Meister und Tabellenführer Red Devils Wernigerode antreten – doch für Trainer Andreas Blankenstein kommt die Partie beim Titelverteidiger gerade recht. „Wir wollen uns rehabilitieren“, sagt der Wölfe-Coach, „und wo geht das besser als beim Deutschen Meister?“

Allerdings weiß auch Blankenstein, dass momentan wohl keine Aufgabe schwerer ist, als etwas Zählbares aus der „Harzer Hölle“ zu entführen. Wernigerode hat in dieser Saison noch keinen Punkt abgegeben und ist vor dem großartigen Heimpublikum kaum zu bezwingen. „Die Atmosphäre da ist für sie natürlich ein Riesen-Vorteil“, meint Blankenstein: „Aber wir freuen uns drauf, vor einer solchen Atmosphäre zu spielen.“

Ob er die Aufgabe ähnlich offensiv angehen wird, wie das Match gegen Weißenfels, ließ der TVL-Trainer offen, kündigt aber an, „die Lektion aus dem letzten Spiel gelernt zu haben“. Gegen den Rekordmeister überraschten die Lilienthaler zwar mit einer angriffslustigen Taktik, sah dafür aber in der Defensive wiederholt sehr unglücklich aus. „Uns wird schon etwas einfallen, um Wernigerode zu ärgern“, so Blankenstein: „Vor allem werden wir einfach eine menge Spaß haben.“

Für alle Daheimgebliebenen gibt es vom Unihockey-Portal einen Liveticker:

http://www.unihockey-portal.de/liveticker/235/

18. Okt2011

Lehrstunde vom Serienmeister

by Guenter

Rekordmeister UHC Sparkasse Weißenfels hat dem TV Lilienthal am Samstagabend eine herbe Lektion erteilt und den Wölfen die höchste Saisonniederlage zugefügt. Der Topfavorit fertigte Lilienthal mit 15:2 (5:0, 6:1, 4:1) ab und stürzte den Aufsteiger auf den vorletzten Tabellenplatz der Floorball-Bundesliga, was TVL-Trainer Andreas Blankenstein aber mit Fassung trug. „Weißenfels war im Kopf einfach schneller – das ist nun einmal der Unterschied zwischen uns und einem Titelanwärter“, meinte der Coach: „Davon lassen wir uns nicht entmutigen.“

Zumindest die ersten fünf Minuten dürften Blankenstein Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf geben. Lilienthal überraschte Weißenfels mit einer offensiven Deckung und kam zu einigen brauchbaren Chancen – bis der Serienmeister sich darauf einstellte, und das Unheil seinen Lauf nahm. In der sechsten Minute eröffneten Robert Blanke und Sascha Herlt per Doppelschlag den Weißenfelser Torrausch, drei Minuten später stand es nach Treffern von Thomas Händler und Herlt bereits 4:0. Auch danach ging es im ähnlichen Rhythmus weiter: Herlt (19./32.), Valentin Erben (22./24.), David Rezac (30.) und Böttcher (31.) machten gegen weiter offensiv agierende Gäste das Ergebnis zweistellig, ehe Niklas Krieger auf Vorlage von Tobias Melde das 1:10 für Lilienthal gelang. „Das war auch nicht unsere einzige Chance“, sagte Blankenstein: „Wir hatten etliche gute Möglichkeiten, aber da fehlte uns die Ruhe.“ Weißenfels ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und antwortete durch Erben im Gegenzug mit dem 11:1.

Auch im Schlussdrittel nahmen die Gäste kein Tempo heraus. Matthias Siede (45.) machte das Dutzend voll, Tobias Melde gelang nach Zuspiel von Marc Lubes noch der zweite Lilienthaler Treffer. Oliver Hofmann (54.), Henrik Lundblad (56.) und Tim Böttcher sorgten dann für den 15:2-Endstand. „Mit einer defensiveren Taktik hätten wir das Ergebnis vielleicht erträglicher halten können“, so Blankenstein: „Aber wir stehen zu unserer Taktik: Wer nur mauert, entwickelt sich nicht weiter. Und ob wir dann eine reelle Chance gehabt hätten, ist sowieso fraglich.“

Ein Video-Zusammenschnitt der Tore:

http://www.youtube.com/watch?v=5gdQGH6C89s&feature=channel_video_title

Und eine umfangreiche Foto-Galerie:

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13. Okt2011

Vorfreude statt Angst – Weißenfels zu Gast!

by Guenter

Nach der ersten kalten Dusche in der Floorball-Bundesliga bleibt für Aufsteiger TV Lilienthal keine Zeit zum Durchatmen. Denn am Sonnabend kommt die große Floorball-Prominenz in die Schoofmoorhalle: Ab 18 Uhr gibt sich Serienmeister und Topfavorit UHC Sparkasse Weißenfels die Ehre – doch von Ehrfurcht ist Wölfe-Coach Andreas Blankenstein weit entfernt. „Es ist nicht so, dass wir den Weißenfelsern aus Respekt die Punkte schenken und uns später Autogramme holen“, verkündet er und setzt auf „Vorfreude statt Angst“: „Das sind genau die Duelle, für die wir Bundesliga spielen.“

“Das sind genau die Duelle, für die wir Bundesliga spielen.” – Andreas Blankenstein

Allerdings weiß Blankenstein am besten: Damit die Lilienthaler am Sonnabend überhaupt von einer Sensation träumen dürfen, muss die junge Mannschaft, der Goalie Nils Hallerstede wieder zur Verfügung steht, ganz anders auftreten als bei der 4:12-Derbypleite in Hamburg. „Wir haben unsere Schlüsse aus dieser Klatsche gezogen“, meint der TVL-Trainer: „Aber natürlich wissen wir, dass es gegen Weißenfels noch eine Nummer härter wird.“

Das bestätigt schon die Historie: Der Pokalsieger aus Sachsen-Anhalt hat bis zur überraschenden Halbfinalpleite gegen Leipzig im Mai acht Deutsche Meisterschaften in Folge eingesammelt und in dieser Saison drei seiner vier Spiele zweistellig gewonnen. Die vierte Weißenfelser Partie sorgt auf Lilienthaler Seite aber für einen Hoffnungsschimmer: Am zweiten Spieltag verlor der UHC sensationell beim aktuellen Schlusslicht Floor Fighters Chemnitz – Wiederholung am Samstag erwünscht. „Man hat gesehen, dass sie nicht automatisch alle Spiele gewinnen und auch bei den vermeintlich Kleinen stolpern können“, sagt Blankenstein: „Mit einer vollen Halle im Rücken können wir ihnen das Leben schwer machen.“

Beginn der Partie: Samstag, 15. Oktober, Schoofmoorhalle Lilienthal, 18:00 Uhr, Einlass ab 17:00 Uhr, Eintritt frei!

Liveticker: http://ticker.floorball-lilienthal.de

9. Okt2011

Lilienthal verliert Nord-Derby

by Guenter

Die Hamburger erteilten den Wölfen im Derby eine Lehrstunde in Sachen Effektivität und schickten die Mannschaft von Andreas Blankenstein mit einer 4:12 (2:5, 0:4, 2:3)-Packung nach Hause. „Wir haben uns das Leben mit individuellen Fehlern selbst schwer gemacht“, klagte der Coach, „Hamburg hat allerdings auch sehr gute Schützen und war letztlich cleverer.“

Wie zuletzt bei der Heimniederlage gegen Leipzig musste Lilienthal vor allem im ersten Drittel Lehrgeld zahlen und brachte sich innerhalb von fünf Minuten früh um die Siegchance. Anton Sefkow, Fritz Hermann (beide 6. Minute), John Bracker (8.) und Tomas Kasemets (11.) bestraften die unsortierte Defensive der Gäste mit sehenswerten Treffern und verdarben den TVL-Goalies Thorven Arjangui und Ralf Hallerstede ihr Bundesliga-Debüt. Tobias Melde gelang in der 16. Minute zwar nach schöner Kombination mit Niklas Krieger das 1:4, Hamburg stellte in der 20. Minute durch Timo-Toumas Koivisto aber den alten Abstand wieder her. Drei Sekunden vor der ersten Sirene sorgte Ole Appenrodt mit dem 2:5 zumindest noch einmal für Hoffnung in der Kabine. Die ließen die Hausherren dann jedoch schnell platzen: Leander Stüble (25.) und Sefkow per Freischlag (26.) schraubten das Ergebnis auf 7:2 in die Höhe, Marco Neumann machte daraus mit einem Doppelpack in der 32. und 34. Minute sogar ein 9:2. „Keine Frage, das haben wir uns selbst zuzuschreiben“, knurrte Blankenstein: „Wir sind in alte Muster zurückgefallen, haben uns in Einzelaktionen aufgerieben und damit um die Früchte der Arbeit gebracht.“

Hamburg erstickte auch im Schlussabschnitt jede Wölfe-Aufholjagd im Keim. Nach 47 Minuten verkürzte Fabian Diaz de Armas nach Pass von Daniel von der Heyde auf 3:9, Tobias Münster antwortete für den ETV gleich im Gegenzug. Gleiches Bild in Minute 51: Appenrodt verwertete eine Vorlage von Dennis Heike zum 4:10, Hamburg schlug noch in der gleichen Minute durch Mathis Wittneben zurück. Drei Sekunden vor Schluss schliefen die Lilienthaler noch einmal bei einem Freischlag, Hermann bedankte sich mit dem 12:4-Endstand. „Wir werden die Fehler aufarbeiten, dürfen uns von dieser, zugegeben herben Niederlage, aber auch nicht umwerfen lassen“, meinte Blankenstein: „Aus solchen Spielen zu lernen gehört zum Reifeprozess dieser Mannschaft.“

–> Alle Tore im Zusammenschnitt auf: http://podcast.floorball-lilienthal.de

9. Okt2011

SG Seebergen/Lilienthal startet mit Sieg in die neue Saison

by Guenter

Ritterhude (td). Die SG Seebergen/Lilienthal hat das Floorball-Derby in der Regionalliga Nordwest bei der TuSG Ritterhude mit 6:4 (2:0, 0:2, 5:2) gewonnen. Fynn Heinrich und Marco Janssen hatten die Gäste im ersten Drittel in Führung gebracht, doch die Hausherren antworteten mit zwei Treffern von Klaas Hoffmann und Wai-Lun Hui. So musste das Schlussdrittel die Entscheidung bringen. Frithjof Pfennig drehte nach dem 3:2 durch Seebergens Janssen zunächst den Spielstand erneut per Doppelschlag. Doch Janssen mit seinem dritten Treffer glich wiederum für die Gäste aus, die in der dramatischen Schlussphase nach einer Zweiminutenstrafe gegen Ritterhudes Peer Rüffer in Überzahl durch Juliane Hoffmann und Jonas Breuckmann den Sack für die Gäste endgültig zumachten.

SG Seebergen/Lilienthal: Meierdierks; Pape, Entelmann, Strauß, Heinrich, Janssen, Hoffmann, Breuckmann, Windler

7. Okt2011

Das Nord-Derby ist angerichtet!

by Guenter

Des einen Leid, des anderen Freud: Weil Stammtorhüter Nils Hallerstede dem Floorball-Bundesligisten TV Lilienthal am Sonnabend (18 Uhr) im Auswärtsspiel beim ETV Hamburg fehlen wird, schlägt in der Hamburger Halle Hoheluft die große Stunde für Thorven Arjangui. Die Lilienthaler Nummer zwei wird an der Elbe zum ersten Mal von Anfang an zwischen die Pfosten rücken – ausgerechnet im mit Spannung erwarteten Nordderby. „Dass Nils ausfällt, ist ein herber Verlust“, gesteht Wölfe-Trainer Andreas Blankenstein, der deshalb aber nicht gleich in Panik ausbricht: „Thorven ist auch ein hervorragender Torhüter, der absolut Bundesligareife besitzt. Ich weiß, dass auf ihn Verlass ist.“

Einen starken Rückhalt wird Lilienthal in Hamburg auch brauchen. Der Pokalsieger von 2010 um Nationalkeeper Mike Dietz ist der Geheimfavorit und passabel in die Saison gestartet. Mit vier Punkten aus drei Partien stehen die Hansestädter direkt über Lilienthal auf Platz vier; die beiden sind auch tabelleraisch Nachbarn. „Hamburg hat allerdings ganz andere Ansprüche als wir, sie wollen ein Spitzenteam werden“, sagt Blankenstein: „Aber die ärgern wir ja am liebsten.“ Gegen Berlin und Leipzig ist das schon ganz ordentlich gelungen, gegen Hamburg haben aber die Lilienthaler keine guten Erfahrungen gemacht. Die bisherigen Pflichtspielduelle, alle im Pokal, gewann Hamburg relativ problemlos, doch daraus will TVL-Coach Blankenstein keine Rückschlüsse auf die Liga ziehen. „Die Vorzeichen haben sich geändert, wir sind stärker als in den letzten Jahren – und das wird Hamburg auch zu spüren bekommen“, kündigt der Übungsleiter an: „Wenn wir einen Fehlstart wie gegen Leipzig vermeiden, wird es bis zum Schluss eng bleiben.“

3. Okt2011

Furiose Aufholjagd wird nicht belohnt

by Guenter

Trotz einer fulminanten Aufholjagd hat der TV Lilienthal am Samstagabend in der Floorball-Bundesliga die nächste Sensation verpasst und im zweiten Heimspiel die zweite Niederlage kassiert. In einer phasenweise hochklassigen Partie brachten die Wölfe die MFBC Löwen Leipzig vor allem in der Schlussphase gehörig in Verlegenheit, unterlagen dem Vizemeister am Ende aber nicht unverdient mit 5:6 (1:2, 0:4, 4:0). „Wir sind wieder ein Stück besser geworden“, meinte Lilienthals Trainer Andreas Blankenstein, erkannte aber auch an, „dass die Leipziger immer wussten, was sie taten. Trotzdem haben wir ihnen Probleme bereitet und gezeigt, dass von uns noch einiges zu erwarten ist.“

Dabei sah lange Zeit alles nach einer klaren Angelegenheit für den Favoriten aus Sachsen aus. Die Gäste hatten im ersten Drittel mehr vom Spiel und gingen in der siebten Minute folgerichtig in Führung. Erik Bergström bezwang Lilienthals starken Goalie Nils Hallerstede mit einem Drehschuss und war auch am zweiten Tor beteiligt. In der 13. Minute bediente er den überragenden Finnen Julle Summen, der fand die Lücke und traf zum 2:0. Nur eine Minute später antworteten die Wölfe: Nach einer schönen Kombination legte Alexander Seitz für Dennis Heike auf, und der Torjäger vollstreckte zum 1:2. „Trotzdem war ich mit unserem Auftreten nicht glücklich“, so Blankenstein: „In der Pause musste ich deutliche Worte finden.“

Blankensteins Kabinenpredigt zeigte allerdings keine Wirkung. Stattdessen drückten die Löwen auf’s Tempo und zogen in vier Minuten vorentscheidend davon. Erst gelang Peter Dietel in der 24. Minute das 3:1, dann legte Summen in der 25. und 27. Minute einen Doppelpack nach, und das Spiel schien entschieden. Nils Knothe erhöhte drei Minuten vor der zweiten Pause sogar noch auf 6:1 – obwohl Leipzig zu diesem Zeitpunkt deutlich nachließ. „Vielleicht waren sie sich ihrer Sache zu sicher“, vermutete Blankenstein, dessen Team den Favoriten tatsächlich noch einmal in böse Schwierigkeiten brachte. Mit mehr Mut nach vorne zwangen die Hausherren die Leipziger zu etlichen Ballverlusten, und die antworteten mit extremer Härte. Lilienthal behielt jedoch einen klaren Kopf: Mark Oliver Bothe, der später nach einem rustikalen Foul mit einer Knieverletzung vom Feld musste, verwertete in der 44. Minute eine Vorlage von Fabian Diaz de Amas und leitete damit ein bärenstarkes Lilienthaler Schlussdrittel ein, das die rund 300 Zuschauer in der Schoofmoorhalle von den Sitzen riss. Niklas Krieger schoss den TVL nach Assist des glänzenden Alexander Seitz auf 3:6 heran (52.), Seitz selbst nutzte einen Pass von Marc Lubes zum 4:6 – leider aus Wölfe-Sicht erst eine Minute vor dem Ende. Dennoch warf der Aufsteiger noch einmal alles nach vorne, doch zu mehr als dem 5:6 von Kapitän Andre Heißenbüttel nach Heike-Zuspiel vier Sekunden vor Ultimo reichte es nicht mehr. Blankenstein war nach der Partie dennoch hochzufrieden: „Wäre das Spiel noch zwei Minuten länger gewesen – wer weiß, was dann passiert wäre? Aus so einem Spiel können sehr viel mitnehmen; nur leider keine Punkte.“

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