18. Dez2011

Starke Hamburger gewinnen Nord-Derby

by Tobias

Nach einer schwachen Vorstellung haben die Floorball-Herren des TV Lilienthal das Nordderby der Bundesliga gegen den ETV Hamburg am späten Sonnabend verdient verloren und es erneut verpasst, die Rote Laterne abzugeben. Die Wölfe kassierten gegen den Pokalsieger von 2010 ein klares 3:8 (1:4, 1:3, 1:1), was Trainer Andreas Blankenstein von „einem Klassenunterschied“ sprechen ließ: „Hamburg hat unsere Schwächen gnadenlos entblößt. Wir hatten uns das Spiel ganz anders vorgestellt.“

Dabei lief zu Beginn alles nach Plan. Die defensive Ausrichtung der Hausherren funktionierte zunächst gut, und Ole Appenrodt traf auf Vorlage von Dennis Heike nach zehn Minuten zum 1:0. Danach brachten sich die Wölfe selbst aus dem Konzept: Marc Lubes musste wegen Stockschlags zwei Minuten auf die Strafbank, Timo-Toumas Koivisto nutzte in der zwölften Minute die Überzahl zum 1:1. Eine Minute später bekam Alexander Seitz eine Strafe wegen eines Wechselfehlers, Fritz Hermann bedankte sich mit dem 2:1 für Hamburg. In der 15. Minute legte dann Sebastian Grass das 3:1 nach, und Silvan Zeller erhöhte noch vor der Pause auf 4:1 (19.). Die Gäste machten auch im zweiten Drittel weiter Dampf und belohnten sich mit schönen Toren: Matthias Radbruch gelang nach 29 Minuten das 5:1. Im gegenzug verkürzte Appenrodt nach Heike-Zuspiel zwar auf 2:5, Hamburg antwortete aber schnell mit dem 6:2 und dem 7:2 durch Koivisto (37.) und Jason Tsiakas (38.).

Das Schlussdrittel bot den Lilienthaler Fans ebenfalls wenig Erbauliches: Eine völlig überflüssige Strafe wegen Reklamierens gegen Lubes bestrafte Hamburg Fritz Herrmann mit dem 8:2 (50.). Appenrodts dritter Treffer zum 3:8 in der 52. Minute konnte Blankensteins Laune auch nicht mehr bessern. „Das war ein ganz schwacher Auftritt, das muss man so sagen“, fluchte der Coach: „Vor allem einige Undiszipliniertheiten werden noch Folgen haben. Wir sind froh, dass jetzt Winterpause ist und wir uns sammeln können.“

16. Dez2011

Letztes Ligaspiel in 2011 gegen den ETV

by Tobias

Der letzte Bundesliga-Auftritt des Jahres ist für die Floorball-Herren des TV Lilienthal ein ganz spezieller: Am Sonnabend kommt der ETV Hamburg zum Nord-Duell – es ist ein Derby mit kuriosen Vorzeichen. Während Schlusslicht Lilienthal trotz „Ergebniskrise“ (Trainer Andreas Blankenstein) die Ruhe bewahrt, steigt in Hamburg nach drei Pleiten in Serie der Duck enorm. „Das ist eine Mannschaft mit Playoff-Ambitionen“, erklärt Blankenstein: „Wenn die auf Platz sechs steht, ist das extrem unbefriedigend.“ Deshalb setzt Blankenstein, der mit den Wölfen selbst zuletzt sogar achtmal in Folge verloren hat, vor dem Nachbarschaftsduell auf umgekehrte Psychologie: „Auch wenn wir Letzter sind: Der Druck liegt bei Hamburg. Wenn wir das Derby verlieren, ist alles normal gelaufen – wenn Hamburg verliert, ist das eine mittelschwere Blamage.“

Die Chancen für eine Sensation stehen für Lilienthal gar nicht einmal schlecht. In Leipzig brachte Blankensteins Team zuletzt den Vizemeister an den Rand der Niederlage, und Gegner Hamburg steckt in der Krise. Und die Wölfe haben nach 4:12 im Hinspiel, der schwächsten Saisonleistung, einiges wiedergutzumachen. „Vielleicht kommt uns die Hinspielpleite sogar entgegen – wenn Hamburg uns jetzt unterschätzt“, glaubt der Wölfe-Coach, der auch für den Fall einer erneuten Heimniederlage nicht von seinem Kurs abrücken will. „Es wäre schön, wenn wir mal wieder gewinnen, aber unterm Strich zählt für mich, dass wir uns als Team weiterentwickeln. Und da sind wir auf dem richtigen Weg.“

10. Dez2011

Trotz starker Leistung am Ende punktlos

by Tobias

Auch das beste erste Drittel seit Monaten reichte dem TV Lilienthal in Leipzig nicht zum erhofften zweiten Saisonsieg. Die Wölfe führten bei Vizemeister MFBC Löwen Leipzig am Sonnabend fast eine halbe Stunde lang, zogen aber gegen den Mitfavoriten auf den Titel am Ende mit 4:6 (2:0, 0:4, 2:2) den Kürzeren. „Wir haben eine ein Topmannschaft heftig ins Schwimmen gebracht, das war die gute Nachricht“, resümierte TVL-Coach Andreas Blankenstein: „Die schlechte steht auf der Anzeigetafel: Wir haben wieder verloren.“

Die neunte Lilienthaler Saisonniederlage war gegen die mit Nationalspielern und Legionären gespickten Löwen erneut unnötig, denn der Aufsteiger war insgesamt keineswegs die schlechtere Mannschaft. Dennis Heike setzte nach sieben Minuten auch den ersten Punch und traf mit einem Flachschuss zur Gäste-Führung. Als Heike nach einer Viertelstunde in Überzahl Marc Lubes das 2:0 auflegte, waren die rund 100 Leipziger Fans bereits verstummt – sie sollten im Mitteldrittel aber schnell wieder aufwachen.

Nur 23 Sekunden nach der ersten Pause verkürzte Leipzigs Peter Dietel auf 1:2 und leitete damit die Wende ein. Bei der die Wölfe mal wieder mithalfen: In der 26. Minute leistete sich Lubes eine Strafe wegen Haltens, Leipzigs Torjäger Julle Sumén bedankte sich zwei Minuten später mit dem Ausgleich. Lilienthal blieb spielerisch zwar auf Augenhöhe, die Löwen jedoch schossen die Tore: Dietel (35.) und Nils Knothe mit einem Schlagschuss fast von der Mittellinie nach 38 Minuten brachten Leipzig mit 4:2 in Führung. „Wir haben ihnen auch zuviel Platz gelassen“, monierte Blankenstein: „Deshalb mussten wir schon wieder hinterherlaufen.“

Das gelang zwar ordentlich, zu einem Punkt reichte es aber wieder nicht. Sumén besorgte in der 43. Minute die 5:2-Vorentscheidung, Marc Oliver Bothe verkürzte mit einem feinen Luper auf Zuspiel von Ole Appenrodt in Überzahl jedoch noch einmal (48.). Nach 53 Minuten antwortete wiederum Sumén nach einem Konter mit dem 6:3. Die Schlussoffensive der Wölfe brachte nach Vorlage von Daniel von der Heyde immerhin noch das 4:6 durch Alexander Seitz, das Blankenstein jedoch nicht mehr den Abend retten konnte. „Diese knappen Niederlagen sind einfach ärgerlich, für die Jungs mehr als für mich“, haderte der Coach: „Andererseits kann ich dem Team nicht viel vorwerfen. Es klingt vielleicht abgedroschen, aber wir müssen genau so konzentriert weiterarbeiten – dann klappt’s auch bald wieder mit den Resultaten.“

7. Dez2011

Selbstbewusste Wölfe vor dem Spiel gegen die Löwen

by Tobias

Ohne Angst vor großen Namen reisen die Floorball-Herren des TV Lilienthal am Sonnabend (18 Uhr) in der Floorball-Bundesliga zum deutschen Vizemeister MFBC Löwen Leipzig – und träumen von der großen Sensation. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass wir Leipzig wehtun, dass wir sie verwunden können“, sagt Wölfe-Trainer Andreas Blankenstein und gibt sich auch vor dem kommenden Gastspiel angriffslustig: „Die Löwen werden es schwer haben, wenn wir das zeigen, was wir können.“

Leider gelang den Lilienthalern genau das zuletzt zu selten. Der Aufsteiger präsentierte oft zu inkonstant und rutschte ans Tabellenende ab – ein Ärgernis, das Blankenstein aber keineswegs den Optimismus raubt: „Die Saison hat noch eine lange Zielgerade, und abgerechnet wird zum Schluss.“

In Leipzig will der Coach mit seinem Team die Trendwende einleiten, doch dafür muss der TVL ausgerechnet der Mannschaft der Stunde die Stirn bieten. Leipzig hat sich mit einer stattlichen Serie auf Platz drei geschossen, und der Löwen-Aufschwung hat einen Namen: Julle Sumén. Der Finne ist mit 34 Treffern bester Torschütze der Liga und hat alleine fast so oft zugeschlagen wie die gesamte Wölfe-Mannschaft. Auch beim 6:5 in Lilienthal im Hinspiel war Sumén mit vier Treffern Leipzigs Retter, und so warnt der Goalgetter: „Damals waren wir nicht bereit, 60 Minuten richtig zu spielen. Wir müssen gegen Lilienthal aber über die volle Distanz alles geben, um zu gewinnen. Denn sie sind besser, als es die aktuelle Tabelle zeigt.“ Da pflichtet der Stürmer sogar Wölfe-Trainer Blankenstein bei: „Aber ohne Punkte, können wir uns für so ein Lob auch nichts kaufen.“